Liebe Kongressteilnehmerinnen und -teilnehmer,

es ist mir eine große Freude, Sie nach 2016 und 2018 zum nun dritten Essener Kinder- und Jugendsportkongress an der Universität Duisburg-Essen zu begrüßen. Auch in diesem Jahr bietet der Kongress eine wichtige Plattform für die Vernetzung von Sportwissenschaft und -praxis. Auf der einen Seite geben Vertreterinnen und Vertreter Einblicke in den sportpädagogischen Alltag in Schulen, Kitas und Vereinen. Auf der anderen Seite berichten Forscherinnen und Forscher von aktuellen Erkenntnissen in den Sport- und Bewegungswissenschaften. Der dabei stattfindende Austausch gibt somit wichtige Impulse für die pädagogische Weiterentwicklung des Kinder- und Jugendsports.

Auch das diesjährige Thema – „Gemeinsam bewegen“ – verdeutlicht einmal mehr dessen Vielschichtigkeit: Zum einen wird deutlich, dass Kinder- und Jugendsport in der Regel gemeinsam, also in einer Gruppe betrieben wird. Zudem findet er meistens in spezifischen Kontexten wie Schulen oder Vereinen statt, in dem neben Sportler*innen etwa auch Trainer*innen, Lehrende oder Übungsleiter*innen mit einer eigenen Rolle beteiligt sind. Anhand dessen wird nicht nur deutlich, wie bedeutsam der pädagogische Aspekt von Sport ist, sondern auch, welch integrative Wirkung er im besten Fall entfaltet.

Die damit einhergehenden Fragestellungen sind nicht nur hochaktuell – sie sind meines Erachtens insbesondere dafür geeignet, hier in Essen diskutiert zu werden: Kinder- und Jugendsport steht seit vielen Jahren international sichtbar im Mittelpunkt von Forschung und Lehre unseres Instituts für Sport- und Bewegungswissenschaften (ISBW). Jenseits der damit einhergehenden Forschung und Lehre hat das Institut zahlreiche Transferprojekte konzipiert und umgesetzt. Beispiele wie „Kicking Girls“, soziale Integration von Mädchen durch Fußball, „Open Sunday“, Öffnung von Sporthallen in sozial herausfordernden Stadtteilen oder „SPUR“, Sprachförderung durch Bewegung, wurden vielfach ausgezeichnet und europaweit gewürdigt. Gemeinsames Kennzeichen ist, dass die Kolleg*innen des ISBW anwendungsbezogen nach sportwissenschaftlichen Lösungen suchen, damit „alle“ Kinder und Jugendliche an Spiel, Sport und Bewegung teilhaben können und daran wachsen.

Dafür sowie für die neuerliche Organisation und Ausrichtung des Kongresses danke ich dem Team des ISBW um Prof. Dr. Gebken sehr. Mein Dank gilt ebenso den zahlreichen Freunden, Förderern und Kooperationspartnern des Essener Kinder- und Jugendsportkongresses, die ihn in dieser Form überhaupt erst ermöglicht haben. Besonders hervorheben möchte ich dabei erneut die Zusammenarbeit mit der Stadt Essen, durch die die Infrastruktur für die Vorträge, Theorie- und Praxisworkshops geschaffen wurde.

Ich wünsche Ihnen einen gelungenen Kongress, anregende Diskussionen und einen produktiven Austausch!

Univ.-Prof. Dr. Ulrich Radtke

Univ.-Prof. Dr. Ulrich Radtke

Rektor der Universität Duisburg-Essen